Miliz übernimmt Botschaftsbewachung

Miliz übernimmt Botschaftsbewachung

Gestern übernahmen die Milizsoldaten der 2. Kompanie des Jägerbataillons Wien 1 "Hoch- und Deutschmeister" im Rahmen eines sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatzes den Objektschutz von Botschaften und internationalen Institutionen in Wien. Heute übergab der Wiener Militärkommandant Brigadier Kurt Wagner vor der französischen Botschaft die Einsatzaufgaben stellvertretend für alle eingesetzten Milizsoldaten an den Kommandanten des Bataillons, Oberst Stefan Koroknai.

Umfangreiches Ausbildungsprogramm

Die Milizsoldaten sind am 4. Mai in die Maria-Theresien-Kaserne eingerückt und absolvierten in den vergangenen Wochen mit einem umfangreichen Ausbildungsprogramm ihre Einsatzvorbereitung. Der Schwerpunkt der Ausbildung lag unter anderem auf einem interaktiven Szenarien-Training mit der Landespolizeidirektion Wien, einer Funk- und Schießausbildung, aber auch die erforderlichen rechtlichen Bestimmungen sowie deren korrekte Anwendung wurden geschult.

Botschaften bewachen – Botschafter sein

Anfang der Woche wurden die Milizsoldaten vom Wiener Militärkommandanten Brigadier Kurt Wagner und dem Gardekommandanten Oberst Stefan Kirchebner in den Einsatz verabschiedet.

Brigadier Wagner: "Ich habe keine Bedenken, dass sie diesen Auftrag ausführen. Sie werden in den nächsten Wochen Botschaften bewachen – gleichzeitig sind Sie aber auch Botschafter der Miliz und des Österreichischen Bundesheeres. Bedenken Sie: Sie stehen im Fokus der Bevölkerung, der Polizei und der Medien." Oberst Stefan Kirchebner: "Seien Sie sich bewusst: Sie stehen in der Auslage – und das im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind die Visitenkarte des Österreichischen Bundesheeres."

Soldaten übernehmen Aufgaben der Exekutive

Die Soldaten sind während des Einsatzes der Landespolizeidirektion Wien zugeordnet und übernehmen in diesem Einsatz die Aufgaben der Exekutive. Pro Schutzobjekt ist ein Wachposten eingeteilt. Bei ihrer Dienstverrichtung sind sie mit Pistole, Pfefferspray und Stichschutzweste ausgestattet.

Foto: Katharina Frank

 
 

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